Region
Provinz: Passoré
Départment: Arbollé
In Afrika kennt man HIV/AIDS seit 20 Jahren, genau wie im Rest der Welt. Trotz der Bemühungen, vor allem des Nationalrates zum Kampf gegen HIV/AIDS (durch sein Programm zum Kampf gegen HIV/AIDS) und der Nichtregierungsorganisationen, breitet sich der HI-Virus in Burkina Fasos Stätten und Dörfern weiter aus. Einen großen Anteil daran tragen auch die aus der Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire) zurückkehrenden Arbeiter/innen bei.
Die größten Opfer diese Epedemie bleiben Frauen und Kinder. Das ist das Resultat ihrer oft sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Abhängigkeit, die durch bestimmte Mentalitäten, sowie religiöse und traditionelle Praktiken -zum Teil nicht gerechtfertigt- entsteht (Beschneidung von Kindern und jungen Mädchen, Zwangsheirat und Weitergabe der Frau nach dem Tod des Mannes).
Es ist wichtig, dass sich jeder wirkliche Kampf gegen HIV/AIDS auf die Prävention stützen muss, die über tiefgreifende Veränderungen des Verhaltens aller Betroffenen geschieht. Abstinenz und Kondome sind die derzeitig verfügbaren Methoden, um die sexuelle Übertragung des HI-Virus zu verhindern. Es ist wichtig, dass Mädchen und Frauen auf diese Vorsichtsmaßnahmen bestehen, auch gegenüber ihrem männlichen Partner; es ist unabdingbar, dass auch Jungen und Männer sich dieser Notwendigkeit bewusst werden und zweifelhafte, sexuelle Beziehungen ablehnen.
Zu diesem Zweck benötigen Frauen und Jugendliche viele verlässliche Informationen, sie müssen sensibilisiert und ausgebildet werden.
Diese Aufgabe ist schwer und sehr sensibel, vor allem im Fall der Frauen, die durch Traditionen, Bräuche und Religion in der sexuellen Erziehung oft stark beeinträchtig werden.
Deshalb kann diese Aufgabe nicht alleine durch die bestehenden Gesundheitseinrichtungen erfüllt werden. Alle sozialen Organisationen müssen ihren Beitrag leisten.
Aus diesem Grund versucht APS durch den täglichen Kontakt mit Frauen und Jugendlichen in ländlichen Gebieten das soziale Wohlbefinden zu verbessern. Durch das Ansprechen der Frauen und Jugendlichen, die in Vereinen gruppiert sind, möchte APS eine größtmögliche Anzahl von Menschen in den Provinzen Oubritenga, Kouritenga, Kadiogo, Ganzourgou, Passoré und Sanmentenga sensibilisieren.
Konkrete Handlungen, wie die Verteilung von Kondomen in den Dörfern und die Förderung der Akzeptanz von an HIV/AIDS erkrankten Mitmenschen, treiben diese Anti-AIDS-Kampagne voran. Sie wird außerdem die wirtschaftliche und soziale Situation der Erkrankten verbessern.
Die angewendeten Strategien zielen auf die Schaffung eines Umfeldes an, das die Ausbreitung des HI-Virus und sexuell übertragbarer Krankheiten eindämmt und die Betreuung von HIV/AIDS-Betroffenen erlaubt.
Start: März 2004
Ende: März 2005
85% der Zielgruppe haben ein besseres Verständnis der Übertragungswege und Präventionsmöglichkeiten
75% der Betroffenen sind bereit, sich während der Anti-HIV/AIDS-Kampagne zu engagieren
Mehr als 50% der Informationen wurden aufgenommen und sind bekannt
90% der Erkrankten stehen in medizinischer Behandlung
Mitglieder der Lokalvereine werden darin ausgebildet, Präventionsmaßnahmen gegen HIV/AIDS und sexuell übertragbare Krankheiten an die Bevölkerung weiterzugeben
98% der Erkrankten und Betroffenen erhielten Beratung und sind moralisch gestärkt
| Beitrag von APS | 2 950 000F CFA | 4 497 € |
| Benötigte Finanzhilfe | 6 398 500F CFA | 9 754 € |
| Gesamtkosten | 9 348 500F CFA | 14 251 € |