Die Einwohner

Die Region des heutigen Burkina Fasos kennt seit jeher starke Bevölkerungswanderungen. Es ist deshalb keine Überraschung, dass das Land aus vielen verschiedenen Volksgruppen besteht: Es gibt mehr als 60 ethnische Gruppen. Dazu gehören unter anderem die Mossi, die Gurunsi, die Senoufo, die Lobi, die Bobo und die Fulani. Diese Volksgruppen habe in der einen oder anderen Ecke des Landes ihren Ursprung. Heute mischen sich die Leute jedoch überall, und so leben Menschen mit unterschiedlichem, ethnischen Hintergrund in der gleichen Gemeinschaft.

Die Mossi sind die am stärksten vertretene Volksgruppe und stellen 50% der Bevölkerung dar. Obwohl Französisch die offizielle Sprache des Landes ist, wird Mooré, die Sprache der Mossi, von fast allen Einwohnern des Landes gesprochen. Die Mossi sind starke Krieger, die für die Erhaltung und den Schutz ihres Landes gekämpft haben. Deshalb steht das Plateau central (Zentralplateau) seit 800 Jahren unter ihrer Herrschaft.

An zweiter Stelle folgen die Fulani mit einem Anteil von 8% an der Bevölkerung. Sie sind traditionell Nomaden und leben von der Rinderaufzucht. Ihre Sprache ist ds Fulfuldé und sie gehören vorrangig dem Islam an.

Eine weitere wichtige Sprache ist das Dioula. Es wurde im Laufe der Jahre zur Handelssprache Westafrikas. In Burkina Faso wird es vorrangig im Nord- und Südwesten gesprochen. Die Mehrheit der in Burkina Faso verbreiteten Sprachen gehört der Sprachgruppe der Niger-Kongo-Sprachen an. Es gibt jedoch viele Ausnahmen, zu denen zum Beispiel die Sprache der Tuareg gehört. Diese sprechen Tamashek, eine vom Arabischen abstammende Berbersprache.

Die große Mehrheit der Burkinabè ist sehr religiös und die größte religiöse Gruppe stellen die Muslime, gefolgt von den Christen. Viele praktizieren neben diesen beiden von außen eingeführten Religionen ihre traditionellen Religionen und Riten weiter.